Eine stattliche Anzahl von Männer und Jungmännern gründen eine freiwillige
Feuerwehr; Brandmeister wird Johann Zender,
sein Stellvertreter Lehrer Britz.
So beschreibt es Herbert Petry in unserer Chronik „Weiperath –Ein Dorf und
seine Geschichte“ von Alois Schommer. Dies geschah im Jahr 1923.
Zwei Verlosungen und ein Preisschießen erbringen
die Mittel, Uniformen, Löschgeräte und die notwendigen Ausrüstungsgegenstände
zu beschaffen. Die Provinzial-Feuer-Versicherung leistet dazu einen Beitrag
von 150
Reichsmark. Gleichzeitig mit der Feuerwehr wird eine Musikkapelle mit neun
Musikern gegründet, die von Lehrer Britz ausgebildet wurden.
Durch ständiges Üben wurde fortan die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr
erhöht. Durch die Anschaffung eines Spritzenwagens konnte die Feuerbekämpfung
erleichtert werden. Musste vorher das Wasser mit Eimern zur Brandstelle gebracht
werden, wurde es jetzt durch Schläuche zur Brandstelle gepumpt. Die
Brandbekämpfung wurde sicherer. Im Jahr 1953 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Weiperath ihre erste
Motorspritze, eine TS4.
Die Spritze musste zwar noch zum Einsatzort getragen werden, dafür fiel das
jedoch wesentlich anstrengendere Wasserpumpen per Hand weg. Ein Jahr später wurde die TS4 durch eine leistungsstärkere TS6 ersetzt. Um
diese schwere Pumpe nicht mehr tragen zu müssen, wurde ein zweirädriger
Handkarren gebaut, der bis 1973 im Einsatz blieb. Es folgte eine TS8 mit einem
gebrauchten Gerätewagen mit Anhängerkupplung. Heute ist die Feuerwehr mit einem
modernen Einsatzanhänger ausgerüstet. Die zur Zeit benutzte Tragkraftspritze TS8 ermöglicht es, pro Minute 800 Liter
Wasser zu spritzen. Geht man von Eimer mit 10 Liter Fassungsvermögen aus, so
mussten früher 80 Eimer Wasser pro Minute weitergereicht werden, um die selbe
Transportleistung zu erreichen. Mit der Gründung der Einheitsgemeinde Morbach 1975 wurden die Feuerwehren
der selbstständigen Dörfer zu Löschgruppen, der Brandmeister wurde zum
Gruppenführer, der dann später den Namen Wehrführer erhielt.Eine weitere Umgliederung im Sommer 1993 brachten die Löschgruppen aus
Gutenthal, Hunolstein und Weiperath zu einem sogenannten kleinen Stützpunkt
Hunolstein zusammen. Ausbildung von Jugendlichen für den Nachwuchs wird bei der Feuerwehr
Weiperath großgeschrieben. Im Jahr 1987 wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet.
Ihr gehörten 13 Jugendliche aus Weiperath an. Viele von ihnen sind heute noch
aktive Feuerwehrleute. Zur Zeit besteht eine Jugendfeuerwehr im "kleinen Stützpunkt"
Hunolstein. Ihr
gehören Jugendliche aus Gutenthal, Weiperath und Hunolstein an.
Wehrführer in Weiperath eine Tradition.
Seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Weiperath ging das Amt des
Wehrführers, mit einer kurzen Unterbrechung, von Johann Zender auf seinen
Schwiegersohn Willi Müller und von diesem auf den Enkel Hansi Müller über und
blieb somit "in der Familie".
Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Weiperath:
Johann Zender von 1923 bis 1947
Ewald Nau für eine kurze Übergangszeit
Willi Müller von 1948 bis 1966
Hansi Müller von 1966 bis heute
Unser Wehrführer Hansi Müller ist der dienstälteste Wehrführer in der
Gemeinde Morbach mit seinen 19 Ortsbezirken.
Zur Zeit gehören "seiner" Freiwilligen Feuerwehr 19 aktive und 6 inaktive
Wehrmänner an.
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