| Der Flurname "Maisburg"
machte auf einen Bereich aufmerksam, der bereits in römischer Zeit
besiedelt war.
Später fand sich
hier eine mittelalterliche Siedlung, das in zwei Urkunden 1278 und 1282 als Hunolsteinisches Lehen erwähnte "Mensperc".
Ein Hof zu "Weipperaide"
als Besitz des Klosters St. Maximin ist bereits 1096 (!) erwähnt. Wolfgang Jungandreas führte einige
weitere Erwähnungen des Namens für das 13. bis 16. Jahrhundert an. Wie die
vielen anderen "-rat(h)" und -rot(h)- Orte ist Weiperath
also in der fränkischen Rodungs- und Siedlungsphase
um die Jahrhundertwende oder bald darauf entstanden. Das Dorf
gehörte in den Machtbereich der Erzbischöfe von Trier, zeitweise der Vögte von
Hunolstein und später
zum Amt Hunolstein. So blieben auch zahlreiche Fronpflichten jahrhundert lang
bis zum Ende der
Feudalzeit bestehen.Trotzdem
hatte Weiperath - der Ortsname
erfährt die unterschiedlichsten Schreibweisen
wie "Wipenrot", "Wippenrait", "Weiberrath",usw. - bald eine Sonderstellung erfahren: der Vogt
im Hamm an der Mosel, genannt
" Zant von Merle" ("Cant de Merle"), erlangt die
Funktion des Burgmannes von Hunolstein.
Als solcher
erhält er zunächst ein Lehen im Dorf "Wiperot". Nach dem Tod
des Ritters Friedrich genannt
Zant von Merle wurde am 26. August 1303 Nikolaus, Vogt von Hunolstein, das Schutzrecht
über dieses
Lehen übertragen. Am 18 Februar
1433 belehnte der damalige Hunolsteiner Vogt den
Ludwig Zant von Merl mit einem
Burglehen,
wozu nun anscheinend das ganze Dorf "Wiperait" gehörte.
Auch 1561
gehörte "Weypperath" mit allen Untersaßen ins
Haus Vogtei Hunolstein". Aber auch
damals
waren die Zant von Merle die Lehensträger, Weiperath Mittelpunkt einer kleinen"Grundherrschaft", "und
wenn der Zantische Mannsstamm abstirbt, fällt das Dorf mit Fron und Dienst ins
Haus Hunolstein. Zwölf Häuser
nennt jenes Verzeichnis von 1561 für das Dorf; die gleiche Häuserzahl steht
in einer Steuerliste
von 1624. es mögen also 60 Personen damals im Ort gewohnt haben. Eineinhalb
Jahrhunderte später hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, 131 Personen wohnten1787 in
Weiperath. Wie bei den meisten übrigen Dörfern des Morbacher Raumes erfolgte
in den nun kommenden
Jahrzehnten der stärkste Zuwachs mit einer weiteren Verdopplung bis Mitte des
19. Jahrhunderts,
denn 1843 waren es 262, 1856 sogar schon 301 Einwohner.
Auch durch
Auswanderungen bedingt, ging die Einwohnerzahl wieder zurück, um sich dann seit
den 1920er Jahren
von rund 300 bis auf 350 zu entwickeln.
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