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Auf der Weiperather Gemarkung wurden im Laufe der Zeit mehrere Kapellchen oder Heiligenhäuschen und Wegkreuze errichtet.  Diejenigen, die geschichtlich belegt sind, sollen hier aufgeführt und kurz beschrieben werden:

das "Meisburger" Heiligenhäuschen

das Muttergottes-Kapellchen im Dorf

das "Backes"-Kapellchen

das Heiligenhäuschen im "Majich"-Wäldchen

das "Lexe"-Kreuz

das Kreuz auf der Rapperather Flur

das Kreuz auf der "Schwinheidsches" Flur


Das "Meisburger" Heiligenhäuschen


"Meisburger" Heiligenhäuschen ist das älteste bekannte Kapellchen auf der Gemarkung und stand in den Meisburger Wiesen. Erstmals erwähnt wurde es in einem Inventarverzeichnis der älteren Walholzkirche. Es wurde erstellt, als die Kirche 1760 umgebaut und erweitert wurde. In der alten Kirche stand in einem Seitenaltar eine Figur des Heiligen Sebastianus. Dieser Altar wurde in der neuen Kirche nicht mehr aufgestellt und die Figur erhielt so einen neuen Platz im "Meisburger" Kapellchen. Die Menschen, die auf den Wiesen und Feldern arbeiteten, nutzten das "Meisburger" Heiligenhäuschen bei Unwettern auch gerne als Unterstand, da es sehr geräumig war. Der zunehmende Verfall des Heiligenhäuschens war aber nicht aufzuhalten und daher wurden die Reste des massiven Mauerwerks aus Schiefersteinen 1925/26 abgerissen und der Platz eingeebnet. Die Figur des Heiligen Sebastianus kam auf den Pfarrspeicher.

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Das Muttergottes-Kapellchen im Dorf

Das Muttergottes-Kapellchen stand am Dorfausgang nach Hunolstein, in der Nähe des Hauses Johann Elsen. Es wurde zwischen 1850-1855 vom Maurermeister Michael Haas erbaut. Es ist kein besonderer Anlass dafür überliefert. Seine Errichtung ist wohl auf die Frömmigkeit des Erbauers zurückzuführen. Das Kapellchen besaß ein Mauerwerk aus Schiefersteinen und einen breit ausladenden Rundbogeneingang. Die Wände waren innen und außen verputzt und weiß gekalkt. Das Dach war mit Schiefer gedeckt und darauf stand ein kleines Kreuz. Im Innern stand eine Statue der Schmerzhaften Muttergottes mit ihrem Sohn auf dem Schoß nach der Kreuzabnahme. Die Statue war ein Abguss, die Kleider in Farbe gehalten. Es war keine Knievorrichtung und auch kein Schmuck vorhanden. Im Ersten Weltkrieg  entstanden Schäden am Mauerwerk und das Muttergottes-Kapellchen wurde abgerissen. Die Statue wurde noch viele Jahre im Hause der Familie Junk aufbewahrt.

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Das "Backes"-Kapellchen

Das "Backes"-Kapellchen steht am früheren Weg nach Odert unter einer 300 Jahre alten, zerzausten Eiche. Der richtige Name ist "Maria Ruh". Es wurde 1855-57 von der Familie Stein (Hausname: Backes) erbaut. Damit löste die Familie ein Versprechen ein, da ihre Gebete erhört wurden und eines ihrer zwei Mädchen von einer schweren Krankheit geheilt wurde. Im  Innern steht auf einem gemauerten Sockel eine Nachbildung der Grotte von Lourdes, in der eine Statue der Gottesmutter steht. In die Vorderwand des Sockels ist ein Sandstein eingefügt, der ein Relief der Flucht nach Ägypten zeigt. Er stammt von einem Bildstock, der vor Erbauung dieses Heiligenhäuschens an gleicher Stelle gestanden hat.  Unter der Decke ist ein ovales Relief mit dem gleichen Motiv angebracht. Man findet eine Kniebank zum Beten, zahlreiche brennende Kerzen und Votivtafeln, die von Gebetserhörungen zeugen. Das "Backes"-Kapellchen wurde mehrmals renoviert, das letzte Mal in den 70er Jahren. Es wurde am 09. März 1983 unter Denkmalschutz.

Votivtafel: ein Votivbild ist eine für Rettung aus Gefahr und Krankheit aufgehängte Gedenktafel. Das charakteristische an einer Votivtafel ist die öffentliche Bekanntmachung eines persönlichen Anliegens.

 

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Das Heiligenhäuschen im "Majich"-Wäldchen

Dieses Heiligenhäuschen steht im kleinen Wäldchen "auf der Höh", auch "Majich"-Wäldchen genannt, auf der rechten Seite Richtung Gutenthal. Es wurde 1970 von dem Jagdpächter Ferdinand Bindges errichtet, der dort auch eine Jagdhütte hatte. Erbaut haben es Hermann Merschbächer und Nikolaus Stein, das Dach wurde von Josef Leuck und Bernhard Elsen konstruiert und gedeckt. Josef Göhl aus Gonzerath legte die Bodenfliesen und trug außen den Rauhputz auf. Im Innern steht eine 90 cm hohe Madonnenstatue der Muttergottes von Fatima, davor ein eiserner Kerzenständer und eine Bank zum Knien und Sitzen. Votivtäfelchen zeugen vonGebetserhörungen, brennende Kerzen und Blumen sind dort immer zu finden.

Votivtafel: ein Votivbild ist eine für Rettung aus Gefahr und Krankheit aufgehängte Gedenktafel. Das charakteristische an einer Votivtafel ist die öffentliche Bekanntmachung eines persönlichen Anliegens.

 

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Das "Lexe"-Kreuz

Bei dem "Lexe"-Kreuz handelt es sich um ein Schaftkreuz aus der 2. Hälfte des 18.Jahrhunderts. Der Sockel des Kreuzes zeigt einen Pferdekopf, eine Jahreszahl und die Inschrift  "Gott schütze unser Dorf - Alexander Heen". Das Kreuz wurde 1771 aus rotem Sandstein als Votivkreuz nach der Errettung von Alexander Heen, deshalb "Lexe"-Kreuz, aus einer Notlage während eines nächtlichen Ritts mit dem Pferd errichtet. Nach 200 Jahren war nur noch ein Schaftfuß auf dem Sockel vorhanden. Erkennen konnte man noch die eingemeißelte Jahreszahl und gerade noch erkennbar war die vorgesetzte Konsole in Form einer Muschel und herabhängende Trauben mit Blattwerk. Der Kreuzaufsatz aus gleichem Sandstein soll nach mündlicher Überlieferung 1832 noch vorhanden gewesen sein. Anstelle dieses anscheinend zerbrochenen Kreuzes wurde ein kleines aus Flacheisen angebracht. Das "Lexe"-Kreuz wurde 1983 restauriert und am 09.März 1983 unter Denkmalschutz gestellt.

Votivkreuz: ein Votivkreuz ist ein für Rettung aus Gefahr und Krankheit aufgestelltes Wegekreuz.

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Das Kreuz auf der Rapperather Flur

Zu Anfang des Jahrhunderts stand auf einer Anhöhe der Rapperather Flur weithin sichtbar noch ein mannshohes, einfaches Balkenkreuz aus Eichenholz, das weder eine Inschrift noch eine Jahreszahl trug. Es ist unbekannt, wann und von wem es errichtet wurde. Doch ohne Überdachung und Schutz hatte es nur eine begrenzte Lebensdauer. Die Umgebung, in der es stand, hat heute noch den Namen "beim Rapperather Kreuz".

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Das Kreuz auf der "Schwinheidsches" Flur

Die Stelle, auf der diese Kreuz stand, gehört heute zum Bereich des Aussiedlerhofes Josef Braun. Es handelte sich um ein unscheinbares, ca. 1 Meter hohes Balkenkreuz, das ganz dicht am Wegrand stand. In den späten zwanziger Jahren war das Holz so vermodert, dass das Kreuz zerfiel. Es gibt keine Überlieferung dazu.

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