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Das Motto des
Holzmuseums lautet: "Sich auf den
Holzweg begeben", denn Holz stellt in
der Kulturgeschichte des Menschen
einer der wichtigsten Rohstoffe dar:
es wird zum Bauen und Heizen benötigt,
zum Herstellen von Werkzeugen und
Waffen, als Material für Kunstwerke
und als Grundlage zur
Papierherstellung. Holz hat für viele
Regionen eine erhebliche
wirtschaftliche Bedeutung. Die
Verarbeitung des Baumes zu Holz
(Holzernte, Transport und
Verarbeitung) waren im Laufe der
Geschichte veränderten Methoden
unterworfen. Viele Menschen übten
früher, und üben auch heute noch,
einen Beruf aus, der sich mit Holz
befasst: Holzfäller, Schreiner,
Besenbinder, Korbmacher oder der
Wagner, der Wagenräder gebaut hat. An
vielen Ausstellungsstücken wird die
schwere körperliche Mühe deutlich, mit
der die meisten Arbeiten früher
verbunden waren. Im Museum wird Holz
als ein Stoff dargestellt, der mit
allen Sinnen erfahrbar ist: man kann
es sehen, anfassen, hören und riechen.
Schon beim Betreten des Hauses wird
deutlich: Holz ist schön, Holz prägt,
Holz schafft Stimmung. Auf einem
Holzrelief ist zu lesen: "Holz ist nur
ein einsilbiges Wort, doch dahinter
verbirgt sich eine Welt voller
Schönheit und Wunder." (Theodor Heuss,
1.Präsident der Bundesrepublik
Deutschland). Das Museum gliedert sich
in die Bereiche: |
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Das Holzmuseum
ist in einem Gebäudekomplex, der aus
drei aneinander gebauten Häusern
besteht, untergebracht: dem alten
Schulgebäude von 1844/45, dem neueren
Schulsaal von 1898/99, der durch einen
Zwischenbau mit einem Rundbogeneingang
mit dem alten Gebäude verbunden ist,
einem alten Bauernhaus mit Scheune und
Stall und einem neuen Anbau. Der
Rundbogeneingang ist der Haupteingang
des heutigen Museums. Vom Haupteingang
rechts gelangt man ins Museumscafe,
das sich im alten Schulsaal befindet.
Hierzu gehören eine kleine Küche und
ein Lagerraum im Keller. Im
Obergeschoss befinden sich zwei
weitere Räume. Der Flur und ein Raum
im Erdgeschoss wurden zusammengelegt
und werden als Kinderspielraum
genutzt. Der Anbau wurde da errichtet,
wo früher die Toiletten als Plumpsklos
standen; hier befinden sich die
Toilettenanlagen und das Treppenhaus
mit Zugang zur Scheune des
Bauernhauses im Erd- und Obergeschoss.
Hier beginnt der eigentliche
Ausstellungsbereich.
Das Bauernhaus wurde in den
ursprünglichen Zustand (Wohnbereich,
Stall und Scheune) versetzt. Zwischen
den zwei riesigen Baumhälften einer
137 Jahre alten Fichte, dem Brotbaum
des Hunsrückers
(1)
,
hindurch gelangt man in die ehemaligen
Scheune, und durch eine Türöffnung in
den Stall. Von hier erreicht man den
Flur des Wohnbereichs, der seine
ursprüngliche Dreiteilung in gute
Stube, offene Küche und Kammer zurück
erhielt. Über die alte Treppe kommt
man durch einen früheren Schlafraum in
die Tenne, die als Mehrzweckraum des
Museums mit wechselnden
Sonderausstellungen genutzt wird. Über
eine Brücke und wieder zwischen den
beiden Baumhälften hindurch gelangt
man zurück ins Treppenhaus.
Bei der Sanierung der Gebäude wurde
Wert darauf gelegt, Bausünden der 60er
und 70er Jahren zu beseitigen und den
Ursprungszustand der Gebäude,
abgestimmt auf die neue Nutzung,
möglichst wieder herzustellen. Der
neue Anbau wurde bewusst mit modernen
Materialien von der Altbausubstanz
abgesetzt. Nur die alte restaurierte
Nebeneingangstür schlägt den Bogen zu
den historischen Gebäuden.
Die Sanierung der Gebäude wurde durch
Eigenleistungen von Mitgliedern des
Hunsrückvereins, Ortsgruppe Morbach,
und überwiegend von
Weiperather Frauen und Männern
erbracht. Verschiedene Firmen haben
sich durch Sachspenden
beteiligt. |
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Der Brotbaum
des
Hunsrückers
Durch ihn betritt und verlässt der
Besucher die Ausstellung. Erst vor
rund 150 Jahren brachten preußische
Förster die Fichte in den Hunsrück, um
die ausgeplünderten Wälder wieder
aufzufüllen. Er hat für
Waldbesitzer, die Holzindustrie und
die Hunsrücker Bevölkerung als
Rohstofflieferant große Bedeutung
gewonnen.
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Heimatverein Weiperath e.V., 54497 Morbach - http://www.weiperath.de -
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